Urlaub in der Türkei

Türkei-Urlaub: Nach Corona geht es wieder los!

Die Türkei. Ein Land mit vielen Facetten. Schon in der Vergangenheit hat sich die Türkei zu einem interessanten Ort für Touristen entwickelt. Hier kann man viel erleben, denn das Land bietet zahlreiche Möglichkeiten, um einen schönen, entspannten Urlaub zu verbringen. Zum einen bietet die Türkei zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die man sich als Gast unbedingt anschauen sollte, zum anderen kann man sich dann schlussendlich auch für einen Badeurlaub entscheiden. Eine Kombination von beidem ist natürlich auch möglich, denn genau das bieten die Kombireisen der verschiedensten Reiseanbieter an.

Je nach Interessen ist es möglich, sich seinen Traumurlaub in der Türkei zu buchen. Bei den Kombireisen in die Türkei gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten. Man kann sich zum Beispiel eine reine Städtereise als Kombinationsreise zurechtlegen. So wird man die schönsten Städte und Sehenswürdigkeiten des Landes sehen und einen guten Einblick in die Kultur bekommen. Häufig wird eine Variante bevorzugt, die es erlaubt, viele Städte zu sehen, aber es dennoch ermöglicht, einen Badeurlaub zu genießen.

Auf der Seite weg24.de findet man ein Beispiel für eine Kombinationsreise mit anschließender Leerwoche. Es geht von Antalya über Istanbul bis Marmaris und schlussendlich nach Bodrum. Somit ist für jeden ein abenteuerlicher Urlaub vorprogrammiert und die Reisenden kommen auf jeden Fall voll auf ihre Kosten.

Auf  Kombi Reise weg24.de sind in fast alle Destinationen der Türkei verfügbar. Auf der Webseite kann eine Leerwoche hinzugefügt werden, indem der Besucher ganz einfach in jener Stadt, in der er kein Hotel haben will, es deaktiviert.

Durch das vielseitige Angebot wird niemand bei seiner Reise in die Türkei zu kurz kommen. Besonders Pauschalreisen sind sehr beliebt. Dabei muss man jedoch genau beachten, was die Reise genau inkludiert.

Die Städte der Türkei sind besonders für ihre Lebhaftigkeit bekannt. Es scheint so, als wären die Menschen dauerhaft in Bewegung. Daher gehört Istanbul zu den beliebtesten Reisezielen des Landes. Die Stadt am Bosporus liegt genau zwischen Asien und Europa und zählt ca. 15,52 Millionen Einwohner. Als besonders schön gilt die Hagia Sophia oder auch Sophienkirche genannte. Dabei handelt es sich um eine ehemalige byzantinische Kirche, die später zu einer Moschee umfunktioniert wurde. Heute wird die Moschee vor allem als Museum genutzt. Um die Kultur von Istanbul besser zu verstehen, sollte man sich die religiösen Wurzeln der Stadt besser ansehen. Dabei hilft ein Besuch in der Sultan-Ahmed-Moschee. Sie gilt als Istanbuls Hauptmoschee und liegt nur 500 Meter von der Sophienkirche entfernt. Daher bietet es sich an, diese zwei Sehenswürdigkeiten kombiniert anzusehen. Die Moschee gilt als Meisterwerk der osmanischen Architektur und ist in Europa besser unter dem Namen “Blaue Moschee” bekannt. Wer auf Aktion steht, der sollte auf jeden Fall auf dem Großen Basar vorbeischauen. Es ist ein Geschäftsviertel, das sich über 31.000 m² erstreckt. Hier sind ca. 4.000 Geschäfte aller Art und Branchen beheimatet. Schon seit dem 15. Jahrhundert gilt der Basar als besonders wichtig für die heimischen Händler. Ein solch großer Auflauf an Menschen und Geschäften kann man ansonsten nirgends in dieser Weise in Europa wiederfinden.

Nachdem der kulturelle Teil der Reise mit einem Aufenthalt in Istanbul erfüllt wäre, kann man sich nun bei einer Kombireise dem Badespaß widmen. Hier wäre Alanya eine gute Wahl. Alanya ist ein Badeort, der sich an der zentralen türkischen Mittelmeerküste befindet. Er ist bekannt für seine schönen Sandstrände und sein türkisfarbenes Meer. Die Wasserqualität gilt im ganzen Land als ausgezeichnet. Besonders bekannt ist der Kleopatra Strand, der nach der ägyptischen Herrscherin benannt ist. Der Legende nach soll sie so fasziniert gewesen sein, dass sie sofort ein Bad in den Fluten des Meeres nehmen musste. Aufgrund des klaren Wassers gilt der Kleopatra Strand in Alanya als beliebtes Taucherziel, da es zahlreiche Unterwasserfelsen gibt, die jeder Tauchsafari den nötigen Kick geben. Eine zusätzliche Sehenswürdigkeit des Strandes ist die sogenannte Phosphorhöhle. Mit der Kombination Istanbul – Alanya steht einem abwechslungsreichen Urlaub nichts mehr im Wege.

Auch die Hauptstadt Ankara hat kulturell gesehen einiges zu bieten. Mit ganzen 5,65 Millionen Einwohnern ist Ankara eine große Handelsstadt, welche als besonders weltoffen bekannt ist. Sie gilt als Hochburg der bildenden Künste. So kann man der Staatsoper oder dem Symphonieorchester einen Besuch abstatten. Ein besonderes Ambiente liefert die Zitadelle von Ankara. Dabei handelt es sich um eine Burg auf den Hügeln von Ankara. Von hier aus hat man einen gigantischen Blick auf die Großstadt. Zusätzlich gelten das Hethitermuseum und das Anitkabir als besonders schön.

Ankara lässt sich perfekt mit der türkischen Riviera kombinieren. Hier wäre zum Beispiel die Stadt Antalya besonders sehenswert. Besonders die schönen Strände in der Gegend wie der Konyaalti Beach veranlassen die Touristen dazu, hierher zu kommen. Der Düden-Wasserfall gilt außerdem als eines der Wahrzeichen der Stadt.

Welche Städte und welche Strände man kombiniert, ist Geschmackssache, denn dieses Land lässt keine Wünsche offen. Durch die zahlreichen Anbieter kann man sich seine individuelle Traumreise zusammenstellen und die perfekte Kombireise buchen. Nun liegt es an jedem einzelnen sich ein Bild von einem den facettenreichsten Ländern der Welt zu machen.

Handwerkskammer verbessert Ausbildungsqualität im holzverarbeitenden Handwerk

Handwerkskammer verbessert Ausbildungsqualität im holzverarbeitenden Handwerk

Holz gehört wahrscheinlich zu den ältesten Werkstoffen der Menschheit. Schon vor Jahrtausenden wurde es nicht nur als Brennholz benutzt, sondern auch als Baumaterial oder Bestandteil von Waffen und Werkzeugen. An der Bedeutung von Holz als Werkstoff hat sich bis heute nichts geändert. Im Gegenteil, da es ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff ist, steigt die Nachfrage nach Produkten aus Holz wieder stark an. Entsprechend wichtig ist das auch das holzverarbeitende Handwerk.

Ausbildungsberufe im holzverarbeitenden Handwerk

Die bis dahin geltende Handwerksordnung (HwO) wurde 2004 novelliert. Seitdem gibt es den alten Begriff des Holzgewerbes nicht mehr. Deswegen zählen heute verschiedene Berufe zum holzverarbeitenden Handwerk. Die meisten davon finden sich im Ausbaugewerbe und in Gewerken für den privaten und gewerblichen Bedarf. Anerkannte Ausbildungsberufe im holzverarbeitenden Handwerk sind:

  • Bootsbauer
  • Böttcher
  • Bürsten- und Pinselmacher
  • Drechsler (inklusive Elfenbeinschnitzer)
  • Flechtwerkgestalter
  • Holzbildhauer
  • Holzspielzeugmacher
  • Parkettleger
  • Rolladen- und Sonnenschutz-Mechatroniker
  • Technischer Modellbauer
  • Tischler (Schreiner)

Insgesamt gibt es in Deutschland knapp 100.000 Handwerksbetriebe in einem Holzgewerbe. Dort durchlaufen gerade etwa 20.000 Azubinen und Azubis eine Berufsausbildung.

Was wird in der Ausbildung gelehrt?

Die Ausbildung im holzverarbeitenden Handwerk findet im dualen System statt. Das bedeutet eine Kombination von praktischer Lehre im Ausbildungsbetrieb kombiniert mit der Vermittlung der theoretischen Grundlagen in der Berufsschule. Die praktische Ausbildung läuft natürlich je nach dem zu erlernenden Beruf unterschiedlich ab. Trotzdem müssen alle zukünftigen Handwerker in der Holzverarbeitung einige grundlegende Fertigkeiten lernen. Dazu gehören zum Beispiel der Umgang mit handgeführten Werkzeugen wie Messer, Hobel, Feilen und andere sowie die Bedienung von Werkzeugmaschinen zur Holzbearbeitung. Zu den wichtigsten Maschinen in dieser Kategorie gehören zum Beispiel Handkreissägen oder Tauchsägen. Die Auszubildende lernen das Sägen, Bohren und Hobeln und wie sie Holzplatten mit Hilfe der Hinterschnittfunktion so zuschneiden können, dass ein nahtloser Übergang zwischen 2 Platten entsteht.

Die praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb wird durch den Unterricht an der Berufsschule ergänzt, der in der Regel ein- bis zweimal pro Woche stattfindet. Neben allgemeinen berufsübergreifenden Fächern wie Deutsch, Mathematik, Englisch, Sport, Religion und Sozialkunde werden in fachspezifischen Fächern die theoretischen Grundlagen zur späteren selbstständigen Ausübung des Berufs vermittelt. Das Ziel der Berufsausbildung besteht darin, dem Auszubildenden eine umfassende berufliche Handlungsfähigkeit zu vermitteln. Sie/Er muss in der Lage sein, die übertragenen Aufgaben zu erfüllen und die dazu notwendigen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse anwenden zu können.

Wie will das Handwerk die Ausbildung verbessern?

Das Handwerk war und ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Deutschlands. Es bietet eine gute Perspektive, weil deutsche Handwerkskunst weltweit einen guten Ruf genießt. Die Qualität der Produkte steht und fällt jedoch mit den handwerklichen und übrigen Fähigkeiten des Handwerkers, der das Produkt herstellt. Um in der sich ständigen verändernden Welt wettbewerbsfähig zu bleiben, muss das Handwerk die Ausbildung verbessern. Dazu dienen eine Reihe von Qualitätsstandards, die über die Mindestanforderungen wie die Beachtung gesetzlicher Bestimmungen und die Umsetzung des Ausbildungsvertrags hinausgehen. Folgendes schließen die Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungsqualität ein:

Gute Ausbildungs- und Führungskultur

  • Kommunikation mit gegenseitiger Wertschätzung
  • Wertschätzung vermitteln
  • Vertrauensverhältnis aufbauen
  • Einhaltung der gegenseitigen Vereinbarungen
  • Wechselseitige Erwartungen offenlegen
  • Belange der Beteiligten verstehen
  • Leistungen anerkennen
  • Interkulturelle Kompetenz erwerben

Gute Kommunikation

  • Regelmäßig mit Auszubildenden sprechen
  • Perspektiven aufzeigen
  • Positives Konfliktmanagement
  • Kommunikation mit den Auszubildenden und ihre Führung als wichtige betriebliche Aufgabe wahrnehmen
  • Ansprache und Kommunikation der Auszubildenden auf Anforderungen dieser Zielgruppe ausrichten

Ansprechpartner

  • feste Ansprechpartner für die Auszubildenden einsetzen
  • Aufgaben, Verantwortung und Ressourcen im Bereich Ausbildung offiziell übertragen
  • dafür ausgewählte Personen pädagogisch schulen

Begleitung des Lernprozesses

  • Auszubildende werden individuell gefördert und betreut
  • Ausbildungsplan genau einhalten
  • Unterstützungsangebote und Zusatzqualifikationen nutzen
  • praxisorientierte Ausbildung durch frühzeitiges selbstständiges Arbeiten
  • enge Zusammenarbeit von Berufsschule und Ausbildungsbetrieb
  • Ausbildung verläuft kundennah
  • Eigenverantwortung der Auszubildenden wird gefordert

Fazit

Die Produkte des holzverarbeitenden Handwerks haben ein hohes Niveau. Damit das so bleibt, müssen die Betriebe kontinuierlich in die Verbesserung der Ausbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Das ist erforderlich weil zum einen die Anforderungen durch die Kunden ständig wachsen. Zum anderen spielen Veränderungen im sozialen Umfeld der Auszubildenden eine große Rolle. Dazu gehören zum Beispiel die familiären Verhältnisse oder auch die Herkunft der Auszubildenden. Immer mehr unter ihnen haben einen Migrationshintergrund. Das kann Probleme mit sich bringen, die durch eine Verbesserung der Ausbildung gelöst werden können.

Quellen und weiterführende Links:

https://handwerk.de/ausbildungsberufe/holzgewerbe

Arbeitserleichterung

Politik fordert Arbeitserleichterung – Insbesondere bei körperlich anspruchsvollen Arbeiten

Wenn es in der Industrie oder im Lager richtig zur Sache geht und schwere Teile angehoben werden oder abgesenkt werden müssen, helfen Hubtische. Sie existieren in verschiedener Art und Größe und beschreiben grundsätzlich einen in der Höhe verstellbaren Werktisch. So ein Hubtisch kommt vor allem den Mitarbeitern zugute.

Sie können Werkstücke genau in die ergonomisch passende Höhe anheben, selbst weniger schwere Gegenstände lassen sich passgenau einstellen. Mitarbeiter, die an einem solchen Tisch arbeiten, brauchen sich auch weniger zu bücken und sind weniger unfallgefährdet. Der Einsatz eines Hubtisches macht den Arbeitsalltag leichter und führt in der Folge zu einer gestiegenen Zufriedenheit und Effizienz im Betrieb.

Aufbau und Ausführungen von Hubtischen

Generell besteht ein Hubtisch aus einem Unterrahmen, zwei Scheren und einem Oberrahmen, auf dem eine robuste Plattform oder Arbeitsplatte montiert wird. Der Antrieb kann entweder elektrisch oder manuell erfolgen. Beim elektrischen Antrieb übernimmt ein Antriebsaggregat das Heben und das Senken. Bei manuellen Hubtischen erfolgt der Antrieb durch ein Fußpedal. Beide Arten des Antriebs machen es möglich, die Werkstücke genau in der richtigen Position und Höhe zu platzieren, damit man optimal damit arbeiten kann.

Hubtische sind vielseitig einsetzbar

Damit sie flexibel eingesetzt werden können, existieren sie in vielen unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Sie gehören zu den am meisten genutzten Arbeitsflächen in Lagern und Produktionsbetrieben. Maßgeblich für ihren Nutzen sind die Tragfähigkeit und die Größe der Arbeitsfläche. Ein manueller Hubtisch ist normalerweise mit Rollen ausgestattet, sodass die Arbeiter ihre Arbeitsfläche selbst an den benötigten Platz bewegen können. Das ist besonders praktisch, wenn Paletten auf einen LKW verladen werden müssen, wenn man Maschinen befüllt oder Waren in hohe Regale stellt. Auch Fertigungsstraßen in der Industrie lassen sich mit durch Hubtische bestücken. Außerdem sind sie gut dafür geeignet, Werkzeuge und Material dorthin zu transportieren, wo man sie gerade braucht.

Ein manueller Hubtisch eignet sich also für eine ganze Reihe von industriellen Tätigkeiten und bringt dabei eine Menge Vorteile sowohl für die Produktion als auch für die Mitarbeiter.. Auch mit manuellen Hubtischen kann man Maschinen bestücken oder schwere Gegenstände auf Paletten heben. Die Plattform des Hubtisches lässt sich mit einem Fußpedal heben oder senken. Selbst, wenn lediglich wenig Platz zur Verfügung steht, funktioniert dies sehr gut und hilft bei der optimalen Nutzung des Raumes.

Bessere Ergonomie und zufriedenere Mitarbeiter

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels haben Unternehmen ein Interesse daran, dass sich ihre Mitarbeiter bei ihnen wohlfühlen, gesund und leistungsfähig bleiben. Wer möchte, dass die Gesundheit der Arbeitnehmer erhalten bleibt und sie vor Unfällen geschützt sind, muss das Arbeitsumfeld ergonomischen Kriterien genügen. Mitarbeiter, die häufig schwere Gegenstände heben müssen, erleiden Zerrungen und Schäden der Wirbelsäule. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern die Arbeit erleichtern, werden sie zufriedener, arbeiten schneller und sind seltener krank. Dies wiederum fördert die Bindung der Mitarbeiter..

Manuelle Hubtische richtig einsetzen

Auch bei manuellen Hubtischen gibt es verschiedene Unterarten – die manuellen Hubtische, die direkt mit dem Boden verankert sind und eine barrierefreie Nutzung möglich machen und manuelle Hubtische, die mit Rollen ausgestattet sind. Einen solchen mobilen Hubtisch kann man hingegen überall einsetzen. Mobile Hubtische sind kompakter und als manuelle Ausführungen kosten sie nicht viel.

Wohl der größte Vorteil für die Mitarbeiter liegt darin, die Höhenunterschiede im Betrieb zu überwinden, da es grundsätzlich darum geht schwere Gegenstände in die richtige Höhe zu bewegen. Viele Menschen in anstrengenden Jobs wünschen sich, effizient und leicht in einer Haltung arbeiten zu können, die ihren Körper nicht belastet. Ein fahrbarer Hubtisch ist dabei ein wahrer Segen. Fahrbare Hubtische eignen sich für viele Anwendungen im Lager, beim Kommissionieren von Waren und beim Befüllen von Regalen.

Ein manueller Hubtisch beispielsweise kann über eine Tonne an Lasten bewegen – die sie dann eben nicht mehr mit ihrer eigenen Körperkraft oder sogar mit der Körperkraft mehrerer Mitarbeiter zu heben bräuchten. Sie müssten sich nicht mehr bücken, könnten auch schwere und sperrige Teile problemlos ins Regal legen und hätten die Möglichkeit, ergonomisch zu arbeiten. Über das Fußpedal bringen sie die Last einfach auf die gewünschte Höhe. Das funktioniert einfach und komfortabel.

Windenergie

Die Krise in der Windenergie – Politikversagen auf den Weg zur Klimaneutralität?

Die Windenergie in Deutschland steckt in einer tiefen Krise. Saubere Energie, erzeugt mit der Kraft des Windes, wird als grundlegender Pfeiler auf dem Weg zur Klimaneutralität gesehen. Die Bilder der großen Offshore-Windparks in der Nord- und Ostsee mit bis zu 80 einzelnen Windkraftanlagen sind beeindruckend. Ihre Wichtigkeit für die Energiewende, d.h. des Übergangs der Energieversorgung aus fossilen Energieträgern und Kernkraft hin zu erneuerbaren Energien, wurde in den letzten Jahren kaum in Frage gestellt. Mittlerweile sorgt die Windkraft für viele Negativ-Schlagzeilen. Unternehmen wie der Windkraft-Anlagenbauer Enercon aus der Wirtschaftsregion Weser-Ems planen einen Stellenabbau im vierstelligen Bereich. Die Politiker sind in Erklärungsnot. Liegt die Verantwortung ausschließlich auf ihrer Seite?

 

Offshore-, Onshore- und Bürgerwindparks

 

Eine Windkraftanlage nutzt Windenergie, um sie in elektrische Energie umzuwandeln. Diese wird in das Stromnetz eingespeist. Die Windräder mit den charakteristischen drei Rotorblättern drehen sich je nach Windrichtung. Der Vorteil von Windkraftanlagen ist, dass sie unabhängig von der Klimazone zum Einsatz kommen können. Der Wirkungsgrad der einzelnen Windkraftanlagen wurde in den letzten Jahren nachhaltig verbessert. Probleme wie der Diskoeffekt aufgrund glänzender Rotorblätter gehören der Vergangenheit an.

 

Während Windparks im Meer eine breite Akzeptanz bei der Bevölkerung genießen, gibt es gegen Onshore-Windparks viele Widerstände. Zu groß sind die Befürchtungen langfristiger negativer Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und das Ökosystem. Umweltverträglichkeitsprüfungen verursachen hohe Kosten. Bürgerinitiativen verhindern erfolgreich Anlagen. Die Auftragslage bei den Windrad-Produzenten ist um rund 80 Prozent eingebrochen. Ein Einbruch, der im Abbau von Arbeitsplätzen resultiert. Bei Auftragsnot hilft es den Firmen auch nicht, ausländische Arbeitskräfte zu akquirieren.

 

Die Bürger mit ins Boot zu holen und kleinere Bürgerwindparks zu fördern, ist politisch nicht mehr gewollt. Überwiegend im windstärkeren Norddeutschland haben sich viele kleinere Akteure zusammengeschlossen, um gemeinsam Windkraft-Projekte auf den Weg zu bringen. Ihr Engagement wird durch die Ausbaugrenze von Ökostrom auf 45 Prozent bis 2025 verhindert. In den ersten neun Monaten des Jahres 2019 wurden nach Branchenangaben 42,9 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs durch die erneuerbaren Energiequellen Sonne und Wind gedeckt. Wie lassen sich die Forderung nach Klimaneutralität und Deckelung des Ökostroms verbinden?

 

Abnahmeverpflichtung von Ökostrom

 

Ökostrom kann in Wind- und Wasserkraftwerken, Biogasanlagen und durch Photovoltaik gewonnen werden. Viele Verbraucher sind bereit, einen höheren Strompreis in Kauf zu nehmen, wenn ein Teil ihres Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Der Rest wird mit Hilfe von Kohle, Atomkraft und Erdgas erzeugt. Im Rahmen des 2011 beschlossenen Atomausstiegs wird im Jahr 2022 das letzte deutsche Kernkraftwerk abgeschaltet. Trotz vieler Kritiker lehnt die Bundesregierung längere Laufzeiten für Kernkraftwerke ab – nicht zuletzt aufgrund des breiten gesellschaftlichen Konsens. Ist Ökostrom die Alternative?

 

Das Problem an Ökostrom aus Wind und Sonne sind die Energiespitzen und -flauten. Die Stromerzeugung ist abhängig von der Wetterlage und lässt sich nicht bewusst steuern. Es gibt Zeiten, in denen aufgrund von großflächigen Hochdrucklagen in Deutschland kein Wind weht. Selbst die vergleichsweise windsicheren Offshore-Seaparks der Nord- und Ostsee stehen dann beinahe still. Bei guter Windlage erzeugen die Anlagen so viel Ökostrom, dass er ins Ausland exportiert werden muss. Der Exportanteil des deutschen Ökostroms liegt bei rund 30 Prozent. Überwiegend wird er verschenkt. Teilweise muss Deutschland Geld für die Stromabnahme bezahlen, sogenannte negative Strompreise. Die Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt. Grund ist, dass die Übertragungsnetzbetreiber auch ohne bestehender Nachfrage zur Abnahme und Vermarktung des Stroms verpflichtet sind. Die deutschen Anrainerstaaten errichten Stromsperren, um eine Überlastung der eigenen Stromnetze zu verhindern.

 

Diese Entwicklung sowie die hohe Abhängigkeit von im Ausland produzierten Strom haben die Politiker alarmiert und einen Prozess des Umdenkens in Gang gesetzt. Sie sehen die Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit durch die fehlerhaften Prozesse in der Energiewende gefährdet. Die Akteure der deutschen Forschung und Entwicklung haben es versäumt, rechtzeitig eine Diversifikationsstrategie zu entwicklen. Kritische Stimmen sehen die Ursachen in den hohen Förderungen im Bereich erneuerbarer Energien. Das Positive daran: “GreenTech made in Germany” hat sich zu einem internationalen Qualitätssigel entwickelt. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt der umweltfreundlichen Technologien wird nach Schätzungen bis zum Jahr 2025 auf 19 Prozent ansteigen.

 

Die Förderung der Elektromobilität bedeutet weitere Herausforderungen für die Verfügbarkeit von Strom. Elektrofahrzeuge werden überwiegend über Nacht aufgeladen. Die deutsche Automobilindustrie hat eine starke Lobby. Sie scheint einflussreicher zu sein, als die der Ökoindustrie.

 

Windkraft-Anlagenbauer in der Krise

 

Durch den nahezu flächendeckenden Stop des Ausbaus der Windkraft an Land befinden sich die Windrad-Produzenten in einer tiefen Krise. Ihr Wachstum basierte nicht zuletzt auf vielen, aus öffentlichen Mitteln finanzierten Fördermillionen.

 

Für Aufsehen in der Branche sorgte der norddeutsche Turbinenhersteller Enercon. In der Region Ostfriesland ist er der größte Arbeitgeber. Seit 2018 schreibt er rote Zahlen. Rund 3000 Stellen baut der Anlagenbauer nach Unternehmensangaben ab.

 

Den Mitarbeitern wurden als Gründe der harte Preiskampf auf dem Windmarkt, die Produktionsverlagerung ins Ausland sowie die politischen Rahmenbedingungen genannt. 2019 wurden 65 Anlagen ausgeliefert im Vergleich zu über 700 Anlagen in Spitzenzeiten. Die geplante Neuausrichtung beinhaltet eine stärkere Fokussierung auf Märkte im Ausland. Betroffen sind in der Folge Jobs bei deutschen Zulieferern, welche im Auftrag von Enercon die gesamte Produktion übernehmen.

 

Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass viele Probleme bei Enercon in der Unternehmensführung liegen. Die Wettbewerber bieten bessere Technologien an. Enercon hat zu spät auf die Marktveränderungen reagiert und sich auf die Politik verlassen. Durch die Umstellung von festen staatlichen Vergütungen auf öffentliche Ausschreibungen konnte Enercon preislich nicht konkurrieren.

 

An Offshore-Windparks erfolgte keine Beteiligung. Andere Windkraftanlagen-Hersteller wie Nordex und Siemens Gamesa sicherten sich frühzeitig internationale Absatzmärkte und verlagerten einen Teil der Wertschöpfung ins Ausland.

 

Klimaneutralität trotz Krise ein erreichbares Ziel?

 

Bis 2050 soll das Ziel der Klimaneutralität in Europa erreicht werden. Ist dieses Ziel angesichts der Entwicklungen in der Windkraft-Branche erreichbar? Experten sprechen von einer Illusion. Zu hoch sind die wohlstandsbedingten CO2-Emissionen pro Kopf, laut einer aktuellen Studie der Deutschen Bank. Ohne massive Änderungen der Konsum- und Produktionsgewohnheiten sowie Technologiesprünge ist Klimaneutralität auf europäischer Ebene nicht durchsetzbar. Weltweit betrachtet, sieht es durch die steigenden Pro-Kopf-Emissionen der sich stark industrialisierenden Staaten mit einer korrelierenden Steigerung des Wohlfahrtsniveaus nicht besser aus.

 

Die Entwicklung neuer Strategien ist nötig, um einen Ausweg aus der Krise zu finden. Solange die Diskussion um Kosten im Vordergrund steht, wird sich keine einheitliche Lösung finden lassen. Dies sollte ein Ansporn für die Bürger sein, selbst so viel wie möglich zur Gewinnung von Ökostrom beizutragen, um die parteienübergreifende Ratlosigkeit der Politiker wettzumachen.

Fachkräftemangel in Deutschland

Deutschland sucht ausländische Arbeitnehmer um offene Stellen zu besetzen

Die Regierung fördert ein Gesetz, um den dringenden Fachkräftemangel in einigen Branchen und Regionen des Landes zu bekämpfen.

Die Gewinnung von Fachkräften aus anderen Ländern außerhalb der EU, um den akuten Arbeitskräftemangel in einigen Branchen und Regionen Deutschlands zu lindern. Dies ist das Ziel der von der Koalition in Berlin verabschiedeten Gesetzentwürfe, zu einer Zeit, in der die extreme Rechte die Migration zu einem politisch hochsensiblen Thema gemacht hat.

Das in Deutschland beispiellose Gesetzespaket, das noch nicht im Parlament verabschiedet wurde, erleichtert es Arbeitnehmern aus Drittländern mit mittlerem und hohem Bildungsniveau, unter bestimmten Bedingungen nach Deutschland zu kommen, um dort Arbeit zu suchen. Diese Initiative öffnet die Türen für Migranten. “Wir brauchen Arbeitskräfte aus Drittländern, um unseren Wohlstand zu sichern und freie Stellen zu besetzen”, sagte Innenminister Horst Seehofer, bekannt für seine harte Einwanderungspolitik.

Fachkräftemangel in vielen Branchen und Regionen

Der Mangel an Arbeitskräften ist laut Umfragen eines der Hauptanliegen der deutschen Unternehmer, vor allem in einigen Regionen im Süden des Landes und in den Industriepolen im Norden. Deutschland weist mit 4,8% die niedrigste Arbeitslosenquote seit der Wiedervereinigung auf. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag des Arbeitsministeriums sind im Land 1,2 Millionen Arbeitsplätze frei. Die Zahl der tatsächlich bei den Arbeitsagenturen registrierten Arbeitsplätze steigt stetig an, zu einer Zeit, in der die Wirtschaft der führenden Macht der Union über eine beneidenswerte Gesundheit verfügt. Vor allem fehlt es an Arbeitskräften mit einem Ausbildungsniveau wie Klempner und Maler, sowie mit Abschlüssen wie Kindergartenpädagogen.

Unternehmer suchen auf lokalen Jobbörsen im Ausland nach qualifizierten Arbeitskräften, um die Lücken im Personal zu schließen. Doch es ist eine große Herausforderung, den Fachkräftemangel durch die Einstellung ausländischer Arbeitskräfte zu bekämpfen.

Neben dem Arbeitskräftemangel warnen demographische Prognosen vor einer deutlichen Alterung der Bevölkerung in Deutschland. Diese Prognosen werden auch Osteuropa betreffen, woher ein großer Teil der ausländischen Arbeitskräfte in Deutschland stammt und deren Verfügbarkeit in den kommenden Jahren voraussichtlich abnehmen wird. “Diese Länder werden zu Einwanderungsländern. Wir müssen nach Arbeitskräften außerhalb der EU suchen”, erklärt Thomas Liebig, ein OECD-Migrationsexperte.

Das Gesetz erlaubt es Nicht-EU-Bürgern, für sechs Monate nach Deutschland zu kommen, um dort Arbeit zu suchen, wenn sie über die notwendige Ausbildung verfügen, die Sprache beherrschen und die Mittel haben, während dieser Zeit zu überleben. Bei Personen mit befristeter Genehmigung, wie z.B. abgelehnten Asylbewerbern, muss nachgewiesen werden, dass sie seit mindestens 18 Monaten in Deutschland arbeiten und kein Strafregister führen.

Das Gesetz kommt zu einem politisch sehr heiklen Zeitpunkt, in dem jede Entscheidung im Zusammenhang mit der Einwanderung anfällig dafür ist, von der extremen Rechten politisch profitabel gemacht zu werden. Die Ankunft von fast anderthalb Millionen Asylbewerbern seit 2015 hat ein Klima der politischen Besorgnis hervorgerufen, das von der extremen Rechten angeregt und instrumentalisiert wurde. Der Gesetzesentwurf muss noch dem Parlament zur Genehmigung vorgelegt werden, wo er noch geändert werden kann.

Voraussetzungen für die Zulassung von Arbeitnehmern lockern

Die Sozialdemokratie hatte auf der Notwendigkeit bestanden, die Anforderungen an die Zulassung von Arbeitnehmern zu lockern und vor allem, damit abgelehnte Flüchtlinge bleiben, aber in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten. Für die beiden Mitglieder der Koalitionsregierung, Konservative und Sozialdemokraten, ist dies auch eine greifbare Leistung für Wähler, die sich von einer Exekutive distanzieren, die seit Monaten in interne Krisen getaucht ist.

“Für die Bundesregierung ist es ein schwieriges Gleichgewicht: Einerseits muss es ein starkes Signal setzen, um den Eindruck zu vermeiden, dass jeder, dem kein Asyl gewährt wird, bleiben kann. Andererseits ist es aber notwendig, eine praktische Lösung für Menschen zu finden, die bereits im Land sind und gut in den Arbeitsmarkt integriert sind”, erklärt Liebig. Nach offiziellen Schätzungen gibt es etwa 180.000 Menschen mit einem solchen Profil.

Der Mittelstand, der Motor der Exportkraft und das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, ist vom Fachkräftemangel besonders betroffen. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern sind die deutschen kleinen und mittleren Unternehmen über das ganze Land verteilt und nicht unbedingt in Industrieclustern konzentriert. Aufgrund ihrer geografischen Lage ist es oft schwierig, Arbeitskräfte zu rekrutieren, die lieber in städtischen Zentren leben.

Hilflos im Rechts überholen

Rechtspopulismus – Hilflos im Rechts überholen

Rechtspopulisten sitzen in den Regierungen und Parlamenten vieler europäischer Länder. Ein ähnlicher Trend zeichnet sich in Deutschland ab.

Rechtspopulistische Parteien, die mit der Alternative zu Deutschland (AfD) vergleichbar sind, regieren in fünf europäischen Ländern. In Polen und Ungarn bilden die nationalen Konservativen die absolute Mehrheit in den Parlamenten. In Griechenland wächst ihre Popularität stetig: Eine populistische Koalition von rechts und links ist in Athen an der Macht. Auch in Norwegen und der Schweiz – in Europa, aber nicht in der EU – sind die Rechtspopulisten Teil der Regierung.

Mangelnde europäische Solidarität

Von einer Machtverteilung mit der populistischen Rechten ist Deutschland noch weit entfernt, auch trotz der jüngsten Landtagswahlen, bei denen die AfD ein recht gutes Ergebnis erzielte. Die Migrationskrise und die Wirtschaftskrise haben jedoch die Tendenz zum Recht verstärkt”, glaubt der Parteisoziologe und Politikwissenschaftler Florian Hartleb. – Im Allgemeinen geht es natürlich darum, dass dies die Richtung ist, die der Mangel an europäischer Solidarität und Renationalisierung eingeschlagen hat, und sie wird immer weiter verbreitet. Man kann nicht mehr nur auf Ost- und Mitteleuropa, sondern zum Beispiel auch auf Großbritannien schauen”, ergänzt er.

Die British Independence Party (UKIP) gewinnt immer mehr Wähler. Die UKIP war die Inspiration für die jüngste Ankündigung der Regierung in London, ein Referendum über den Austritt der britischen Inseln aus der Europäischen Union durchzuführen.

AfD und NPD – Hilflos im Rechts überholen

In weiteren zwölf EU-Ländern sitzen Rechtspopulisten in Parlamenten. Von der Nationalen Front in Frankreich über die Freiheitliche Partei Österreichs bis hin zum antisemitischen Angriff in Bulgarien sind dies nur einige Beispiele. In Deutschland sind Rechtspopulisten derzeit nur auf regionaler Ebene vertreten, und seit letztem Sonntag sind 8 von 16 Bundesländerdags vertreten. Die AfD könnte jedoch 2014 sieben Abgeordnete in das Europäische Parlament entsenden. Nach der Auflösung der internen Parteien sind heute noch zwei Mitglieder der Alternative für Deutschland da. Darüber hinaus hat die rechtsextreme NPD auch ein Mitglied in Straßburg. Jemand bezeichnete diese Art einmal mit “Hilflos im Rechts überholen”.

Die europäische Erfahrung zeigt, dass es sehr, sehr, sehr, sehr, sehr schwierig ist, eine Partei, die mindestens einmal in ein System eintritt und Teil davon wird, danach aus dem System zu entfernen. In Österreich und den Niederlanden, wo solche Gruppen vorübergehend verschwunden sind, sich aber zu erholen beginnen. In Deutschland gibt es so etwas schon lange nicht mehr”, warnt der Politologe Florian Hartleb.

Die Ephemeride der Republikaner

Anfang der 90er Jahre gelang es den Republikanern ebenfalls, Zugang zu den Landtagen und zum Europäischen Parlament zu erhalten. Damals hatten sie auch Angst, dass Deutschland dem folgen würde, was in vielen Ländern des Alten Kontinents schon seit einiger Zeit geschehen war. Die Republikaner sind jedoch verschwunden. Im Jahr 2001 schloss sich der Rechtspopulist Ronald Schill (Lawful Offensive Party) kurz den Hamburger Behörden an, aber seine Partei wurde schnell politisch weniger als eine Reihe von Skandalen.

Im Falle von AfD können die Dinge anders sein. – Die Alternative für Deutschland hat gute Chancen, denn die politische Debatte in den nächsten Jahren wird vor allem von euroskeptischen und migratorischen Fragen dominiert”, prognostiziert Florian Hartleb.

Es begann mit einem Protest von Ökonomen.

AfD wurde im Zuge der Eurokrise von konservativen Professoren gegründet, radikalisiert sich aber mittlerweile. Die Fremdenfeindlichkeit – verstärkt durch die Migrationskrise – dringt immer mutiger in die politischen Salons Deutschlands ein. Dieses Tabu wurde bereits von Parteien in anderen europäischen Ländern gebrochen. Die AfD holt nun auf. – Die Situation hat sich dramatisch verändert – ergänzt der Experte.

Der österreichische Politikwissenschaftler Werner T. Bauer prognostiziert in seiner Analyse vom November 2015, dass Deutschland relativ “immun” gegen Rechtspopulismus auf Bundesebene ist. Die Landtagswahlen sind eine Art “Ventil” für von der Regierung enttäuschte Wähler. Dieses deutsche Sicherheitssystem scheint jedoch zu scheitern. In Österreich und Frankreich gewinnen Rechtspopulisten bei Bundestagswahlen rund 20 Prozent der Stimmen. AfD wird sie einholen wollen”, sagt Florian Hartleb. – Im Moment folgt AfD dem Beispiel der französischen Nationalfront und der Freiheitlichen Partei Österreichs und wird immer radikaler”, schließt er.

Neben der Migrationskrise will sich die Alternative zu Deutschland – wie in Frankreich – vom politischen Islam und Neuankömmlingen aus muslimischen Ländern distanzieren. Treibende Kraft hinter diesem Trend ist die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch, so der Spiegel. In ihren privaten E-Mails sollte Beatrix von Storch schreiben: “Der Euro und die Flüchtlinge sind ein ausgelaugtes Thema, sie bringen nichts Neues.

CDU Sanktionen Russland

CDU-Cheffin äußert sich zu Sanktionen gegen Russland

Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der CDU-Koalition in Deutschland, schloss eine Aufhebung der gegen Russland verhängten Sanktionen aus, ohne die Haltung der russischen Regierung gegenüber der Krim und der Ostukraine zu ändern.

Der Vorsitzende der deutschen Christdemokraten sagte der “Bild am Sonntag”, die Sanktionen seien eine Reaktion auf die völkerrechtliche Verletzung durch die russische Regierung auf der Krim und im Osten der Ukraine.

Es gibt keinen Raum für Veränderungen in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, bis sich das Verhalten Russlands ändert”, betonte sie. Ihr Parteikollege, der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer, hatte zuvor die Aufhebung der Sanktionen gefordert.

Wir müssen die Sanktionen aufheben. Ich hoffe sehr, dass beide Seiten zusammenkommen werden. Sanktionen sind ein großes Problem für die sächsische und ostdeutsche Wirtschaft”, sagte der christdemokratische Politiker vor seiner Abreise zum Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg, wo er sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin traf.

Sanktionen gegen Russland

Seit März 2014 führt die Europäische Union schrittweise wirtschaftliche, persönliche und diplomatische Sanktionen gegen russische Personen und Institutionen ein, die zur Verletzung der territorialen Integrität und Destabilisierung der Ukraine beigetragen haben. Infolgedessen war die Teilnahme deutscher Politiker und Wirtschaftsvertreter an der St. Petersburger Konferenz umstritten. SPD-Bundesinnenminister Michael Roth kritisierte unter anderem das Treffen Kretschmers mit Putin und betonte, dass Sanktionen gegen Russland internationaler Natur seien. “Wir brauchen vor allem ein Ende der Annexion der Krim und des Friedens in Donbass. – auf Twitter.

caracas

Ein deutscher Diplomat kehrte nach Caracas zurück

Der deutsche Botschafter in Venezuela, Daniel Kriener, der im März wegen “Einmischung in die inneren Angelegenheiten” aus Venezuela verwiesen wurde, kehrte an seinen Posten in Caracas zurück, kündigte die deutsche Botschaft an. Kriener, der als persona non grata galt, als er den Präsidenten des Parlaments und Oppositionsführer Juan Guaido unterstützte, kehrte am Samstag zurück, “um sein Amt in Caracas wieder aufzunehmen” – so die Presse.

Nach Angaben des Sprechers des Auswärtigen Amtes, Rainer Breula, kehrte der Diplomat nach “Beratungen in Berlin” nach Venezuela zurück.

“Unsere Haltung zur Anerkennung von Juan Guaido als vorläufiger Präsident Venezuelas im Rahmen der venezolanischen Verfassung hat sich nicht geändert”, erklärte das Auswärtige Amt.

Am 1. Juli kündigte das venezolanische Außenministerium an, dass die Rückkehr des Botschafters nach Beginn des “Prozesses der Normalisierung der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern” auf einem bilateralen Treffen in Berlin erfolgen werde. Infolgedessen entschied der venezolanische sozialistische Präsident Nicolas Maduro, dass Botschafter Kriener “nicht mehr persona non grata” sei und die “deutsche Regierung (beschloss), dass er nach Caracas zurückkehren werde” – fügte hinzu.

Politische Krise

Seit Januar gibt es eine politische und tatsächliche Krise in Venezuela. In einer Welle von Massenprotesten gegen Präsident Maduro am 23. Januar erklärte sich Guaido zum Interimspräsidenten des Landes, nachdem er die Präsidentschaftswahlen, bei denen er Maduro gewonnen hatte, als gegen demokratische Standards verstoßend und damit illegal eingestuft worden war. Bis heute wurde Guaido von mehr als 50 Ländern auf der ganzen Welt, einschließlich der Vereinigten Staaten, als legitimer Interimspräsident anerkannt. Die Europäische Union war bisher nicht in der Lage, eine gemeinsame Erklärung zu Guaido abzugeben, da die Mitgliedstaaten nicht einstimmig waren. Guaido wird von der Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten, einschließlich Polen, und vom Europäischen Parlament anerkannt.

Zu den Ländern, die Maduro anerkennen, gehören Russland, China, Iran, Syrien und Kuba. Venezuela erlebt die schwerste Wirtschaftskrise seiner Geschichte, der venezolanische Bolivar ist praktisch wertlos, die Geschäfte sind fast aller Produkte knapp, und die Stromversorgung wird oft unterbrochen. Die Hyperinflation wird vom IWF auf 10 Millionen Prozent geschätzt. 7 Millionen Menschen oder ein Viertel der Bevölkerung des Landes benötigen nach Angaben der Vereinten Nationen humanitäre Hilfe.

Tiger Hubschrauber

Startverbot für Tiger-Hubschrauber der Bundeswehr

Die Bundeswehr hat alle Tiger-Hubschrauber vorübergehend auf ihre Ausrüstung gesetzt. Der wahrscheinliche Grund für die Einstellung der Flüge ist ein Konstruktionsfehler bei einem der Teile, die für die Steuerung der Rotoren verantwortlich sind. Der Hersteller, Airbus Helicopters, informierte den Hersteller über die Gefahrenmöglichkeit.

“Aufgrund von Informationen des Herstellers erfuhr die Bundeswehr, dass die in den Kampfhubschraubern Eurocopter Tiger verwendeten Bolzen defekt sein könnten. Das Luftfahrtkommando der Landstreitkräfte beschloss, die Flüge vorübergehend einzustellen. Sicherheit hat für die Bundeswehr oberste Priorität. – lesen wir in der Erklärung der Bundeswehr.

Das Flugverbot gilt für alle 53 Flugzeuge der Armee. Einige von ihnen gehören zum 36. Kampfhubschrauberregiment im hessischen Fritzlar, andere werden vom deutsch-französischen Luftwaffenübungszentrum für Landstreitkräfte in Le Luc, Frankreich, genutzt.

Nach Angaben des wöchentlichen “Spiegel” sind Titanstifte Teil der Rotorsteuerung. Sie können zu zerbrechlich sein und während des Fluges brechen. Die gleichen Elemente werden auch im Transporthubschrauber NH90 und im Schulhubschrauber EC135 eingesetzt.

Tiger-Hubschrauber sind geerdet. Zuvor berichtete andere Probleme

Tiger ist der modernste Hubschrauber der Bundeswehr. Von den 53 Maschinen, die von der Bundeswehr ausgerüstet sind, waren im vergangenen Jahr durchschnittlich 12 bereit, Aufgaben zu erfüllen”, sagte die Wochenzeitung “Die Zeit”.

Nach Angaben des Militärs setzen die deutschen Streitkräfte seit 2005 Tiger ein. Defekte Titanpins könnten 2013 in ihnen aufgetreten sein. Das würde bedeuten, dass Piloten seit sechs Jahren ihr Leben riskieren, ohne es zu wissen. Bereits bei den Tigern wurden andere Mängel gemeldet. Von unsachgemäß verlegten Kabeln, die Kurzschlüsse verursachten, bis hin zu fehlerhaften Dichtungen im Hydrauliksystem. Infolgedessen verbringen die Maschinen mehr Zeit im Service als in den Einheiten, und die Piloten fliegen 50-60 Stunden pro Jahr statt 200-300.

Die Piloten der Luftwaffe haben auch die gleichen Probleme wie die Landstreitkräfte. Nach den NATO-Vorschriften sollten die Militärpiloten der Länder der Allianz jährlich mindestens 180 Stunden Trainingsflüge absolvieren. 40 davon können auf Simulatoren durchgeführt werden. Im Jahr 2018 erfüllten in Deutschland nur 512 der 875 Militärpiloten diese Anforderungen. Das bedeutet, dass 42% des fliegenden Personals nicht genügend geübt haben.

Jeden Tag untergraben neue Mängel das Vertrauen der Bürger in die Bundeswehr.

Es ist schockierend, dass Tigerpiloten seit Jahren an Maschinen mit defekten Teilen arbeiten. Dies war ein potenziell tödliches Risiko. Der neue Verteidigungsminister kann nicht nur zusehen, er muss Generäle und Beamte zur Verantwortung ziehen. – Berufung im Kommentar vom Freitag zur Bildzeitung. “Jeden Tag untergraben neue Mängel das Vertrauen der Bürger in die Bundeswehr”.

Ausgaben Geld Militär

Nachfolgerin von Merkel: CDU-Cheffin erhöht Militärausgaben

Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der CDU an der Macht in Deutschland, erklärte, dass es im Interesse Deutschlands liege, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Gleichzeitig betonte sie, dass die gerechte Verteilung der Kosten nicht nur auf das Militär beschränkt werden dürfe.

Kramp-Karrenbauer betonte, dass die Verteidigungsausgaben im eigenen Interesse erhöht werden sollten. – Das hat nichts mit Präsident (Donald) Trump zu tun; es hat nichts mit der NATO zu tun; es geht um die ordnungsgemäße Versorgung unserer Truppen”, sagte Angela Merkel, Präsidentin der Partei, während einer Rede auf einer Konferenz in Berlin, die vom Verein Atlantic Bridge organisiert wurde, der die Zusammenarbeit zwischen Europa und den USA entwickeln will.

  • Es geht um gegenseitiges Vertrauen. Es geht darum, Deutschland zu einem glaubwürdigen Partner zu machen. Zwei Prozent des BIP für Militärausgaben sind auch ein Signal an die NATO-Länder in Osteuropa, die sich von Russland bedroht fühlen.

Hier geht es um den europäischen Zusammenhalt”, erklärte sie. Der CDU-Vorsitzende, der Angela Merkel in dieser Position ersetzt hat, hat sich auch für die Stärkung des europäischen Teils der NATO ausgesprochen, so dass er dem amerikanischen Teil entspricht. Ein starkes Europa liegt nach Ansicht der christlichen Politik im Interesse der USA. Kramp-Karrenbauer stellte jedoch fest, dass sich die Diskussion über die faire Kostenverteilung nicht auf die Verteidigungsausgaben beschränken darf. Ihrer Meinung nach sollten sich die Vereinigten Staaten den internationalen Bemühungen um den Klimaschutz anschließen und Europa helfen, die richtige Antwort auf die wachsende Macht Chinas zu finden.

Hohe Ausgaben

Deutschland wird in diesem Jahr voraussichtlich 47,3 Milliarden Euro – 1,35% des BIP – für die Verteidigung ausgeben. Nach den Plänen von Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz wird sie jedoch bis 2023 auf 1,25% des BIP sinken. Im Jahr 2014, während des Newport-Gipfels in Wales, verpflichteten sich die NATO-Staaten, ihre Militärausgaben innerhalb von 10 Jahren auf 2% des BIP jährlich zu erhöhen.

 

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