Wandern Rucksack

Wandern in Corona-Zeiten – Was ist zu beachten?

Wandern gehört zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten, weil Alt und Jung, fitte und weniger sportliche Menschen teilnehmen können. Darüber hinaus gibt es in Deutschland mit seinen abwechslungsreichen Landschaften und vielfältigen Kultur lohnenswerte Wanderziele in nahezu jedem Ort. Allerdings macht die noch immer andauernde Corona-Pandemie einige Veränderungen oder Anpassungen notwendig, um das Wandern genießen zu können.

Körperliche Fitness

Nach den langen Wochen der eingeschränkten Bewegungsfreiheit und Arbeit im Homeoffice zieht es viele Menschen in die Natur, zumal es jetzt wieder warm und sonnig wird. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass durch die eingeschränkte Bewegung die Kondition häufig nachgelassen hat. Zumindest bei der ersten Tour ist es besser, kürzere Strecken zu wählen und den Wanderrucksack nicht zu voll zu packen. Wenn Familien wandern gehen, muss die Strecke so gewählt werden, dass auch das schwächste Mitglied der Gruppe mithalten kann.

Auf die Corona-Regeln achten

Ein Mundschutz gehört auf jeden Fall ins Wandergepäck, selbst wenn die Anreise mit dem eigenen Fahrzeug erfolgt und alle Insassen in einem Haushalt leben. Es kann sein, dass zum Beispiel eine Seilbahn benutzt werden muss, um zum Gipfel zu gelangen, dass eine Schiffsfahrt Teil des Ausflugs ist oder einfach mal eine Kleinigkeit in einem Supermarkt eingekauft werden muss. Bei all diesen Gelegenheiten ist eine Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben.
Ebenso nützlich sind Desinfektionsspray oder desinfizierende Feuchttücher. Mit denen kann beispielsweise mal schnell ein Toilettensitz gereinigt werden oder eine die Hände abgewischt werden, wenn gerade kein fließendes Wasser verfügbar ist.

Eine der wichtigsten Regeln zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung von Covid-19 ist der Mindestabstand. Momentan kann es durchaus passieren, dass es in Restaurants, an Aussichtspunkten oder bei Seilbahnen und anderen „Nadelöhren“ bei großem Andrang zu längeren Wartezeiten kommen kann, weil sonst der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. In diesem Zusammenhang ist es wahrscheinlich nicht verkehrt, etwas Proviant mitzunehmen. Noch haben Restaurants und Imbissstände nicht wie gewohnt geöffnet. Es ist durchaus möglich, dass das bekannte Ausflugslokal am Ziel der Wanderung noch geschlossen hat.

Körperkontakt zu Fremden muss auf jeden Fall vermieden werden. So etwas ist momentan unverantwortlich und setzt alle einem unnötigen Risiko aus. Statt einem kräftigen Händedruck oder gar einer Umarmung tut es auch ein freundlicher Gruß kombiniert mit einem Lächeln.

Stets auf aktuelle Entwicklungen achten

Besonders an Wochenenden, zu Feiertagen oder an Brückentagen kann es passieren, dass bekannte Ausflugsziele in der näheren Umgebung sehr stark frequentiert werden. Dabei kann es durchaus geschehen, dass zum Beispiel der Zugang zu einer Sehenswürdigkeit oder einem Ausflugsziel vorübergehend gesperrt wird, damit sich dort nicht zu viele Menschen ansammeln. Häufig wird der Zugang auch dadurch reguliert, dass die Zahl der Parkplätze durch provisorische Maßnahmen wie Absperrungen oder Betonbarrieren reduziert wird. Es ist sehr ärgerlich, wenn durch Unkenntnis der Informationen der Bundesregierung zur aktuellen Lage die Wanderung spontan ausfallen muss. Das lässt sich jedoch einfach vermeiden, indem ein örtlicher Radiosender eingeschaltet wird. Selbst außerhalb der regulären Zeiten für Nachrichten werden dort Hinweise und Tipps zur Situation in örtlichen Ausflugsgebieten ausgestrahlt. Für gewöhnlich wird auch im Radio zuerst gemeldet, wenn sich örtliche Einschränkungen kurzfristig ändern.

Rücksicht auf andere nehmen

Wandern in Corona-Zeiten erfordert mehr Rücksichtnahme auf andere. Dazu gehört zum Beispiel, den Aufenthalt in der Berghütte nicht über Stunden auszudehnen, damit auch andere Wanderer dort einkehren können. Rücksichtsvoll (und besser für die eigene Gesundheit) ist es auch, nicht sich selbst durch leichtsinniges oder unüberlegtes Handeln zu gefährden. Rettungseinsätze kosten nicht nur Geld und binden Ressourcen, die vielleicht anderswo besser genutzt werden können, sie gefährden auch Retter und Gerettete, weil sie das Risiko einer Infektion unnötig erhöhen.

Fazit

Durch Corona ist auch beim Wandern einiges anders geworden. Es erfordert etwas mehr Planung und Überlegung. Vor allem sollte es langsamer angegangen werden, um die eigenen Kräfte und die der anderen nicht zu stark zu beanspruchen. Bestimmte Gegenstände wie Mundschutz und Desinfektionsmittel gehören zur Ausrüstung. Um immer über die neuesten Bestimmungen und die aktuelle Lage informiert zu sein, empfiehlt es sich, einen lokalen Radiosender einzuschalten. Mit etwas Umsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme macht das Wandern auch in Corona-Zeiten Spaß.

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